Über das Sichtbarmachen

Gillmann, Kirchhofer, Nitchaeff & Weingartner (CH)

Teil des Parcours

UPK Basel
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Wenn jemand wegen einer psychischen Erschütterung behandelt wird, muss vieles aufgeschrieben werden. Für die Krankenkasse zum Beispiel. In Lehr büchern kann man nachlesen, wie die Erschütterung behandelt wird. Lauter Texte also, in denen unsichtbare Krankheiten beschrieben werden.

Das Projekt ‹Über das Sichtbarmachen› will herausfinden: was geschieht, wenn man versucht, eine psychische Störung sichtbar zu machen? Die Künstlergruppe hat im März begonnen, Altpapier aus den UPK neu zu verwerten. Sie falten aus alten Psychiatrie-Unterlagen Kraniche. Auf diesen Zetteln steht viel Text. Meist geht es um psychische Krankheiten.

Die Künstler*innen wählen einzelne Sätze aus. Mit ihnen schreiben sie ein Lied. Das Lied und die Kraniche werden zu einer Installation. Die Gruppe entwickelt ausserdem noch eine Aufführung. Die Künstler*innen kommen aus verschiedenen Bereichen der Kunst. Es gibt Musik, Texte und Tanz zu erleben. Die Aufführung wird 20 Minuten dauern. Auch in ihr geht es darum: wie kann man psychische Erkrankungen künstlerisch sichtbar machen?


 

TEIL DES PARCOURS

DAUER DES PARCOURS: CA. 120 MINUTEN

Zugänglich für Menschen mit auditiven Einschränkungen (Texte zum Mitlesen am 10. Juni) 

Mehr Informationen erhalten Sie HIER.

 
Bio

Jonas Gillmann (*1983) war nach dem Studium der Theater- / Tanzwissenschaft und

Philosophie als Regieassistent bei freien Theaterproduktionen sowie als Gast am Thalia Theater

Hamburg tätig. 2010 gründete er mit dem Autor Lukas Linder und der Tänzerin Nadine

Tobler das Theater Barsch, mit welchem er mehrere Produktionen erarbeitete die u.a. bei den

Treibstoff Theatertage 2011, im Cabaret Voltaire Zürich und bei Transform Bern gezeigt

wurden. Mit Sandra Kirchhofer realisierte er für Wildwuchs 2013 das Projekt Zwischen den

Welten. Mit Ibrahim .ztürk drehte er den Kurzfilm Der dritte Raum. Seit einigen Jahren ist er

Teil vom Kollektiv um den Kunstraum bblackboxx Basel, wo er regelmässig eigene

Theaterprojekte realisiert. Als Dramaturg ist er tätig für Projekte von Patricia Nocon, für die

Komponistin Isabel Klaus, für Firma für Zwischenbereiche, für das Künstlerinnen Kollektiv

Marsie und für die Livehörspiele der Gruppe Mesh. Zuletzt inszenierte er im Ausstellungsraum

Klingental das Performanceprojekt Das Unglück braucht keine Zeit.

www.jonasgillmann.ch



Sandra Kirchhofer (*1969) liess sich nach dem Violinstudium an der Musikhochschule Luzern

zur Leiterin für Themen Zentriertes Theater ausbilden und studierte Film- und Theatermusik

(CAS an ZHdK) und Musiktherapie (Campus naturalis Berlin und München). Sie arbeitet

freischaffend als Theatermusikerin und Musikpädagogin/-therapeutin.

Projekte (Auswahl): Wir machen uns die Welt - so wie sie und gefällt: Musiktheaterprojekt HPS

Wohlen; Cleaning Women: Wildwuchsfestival Basel; Ayayei - Das Wunschei: Figurentheater Doris

Weiler; Eine für alle: ex/ex-Theater; Zwischen den Welten: Kreativwerkstatt Bürgerspital Basel,

Wildwuchsfestival Basel; Deslocamento: Vertonung von Filminstallation von Anja Ganster;

S'Grossä Lied vom Bahnhof: Musiktheater Heilpädagogische Schule Stans; Chaos der Angst:

Kreativwerkstatt Bürgerspital Basel, Wildwuchsfestival Basel; Recollecting The Act: Performance

Jamsession für Kollektiv.

www.sandra-kirchhofer.ch

 

Anna Nitchaeff (*1989 in Lausanne), hat an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel

(HGK FHNW) in 2011 ihr Bachelor abgeschlossen und studierte von 2013 bis 2016

Intermediale Kunsttherapie an der Schule für Gestaltung Bern und Biel. Sie hat an mehreren

Gruppenausstellungen teilgenommen (u.A. Regionale 12, Fabrikculture Hegenheim FR; Regionale

13, M54, Basel; Dancing Fundaments: The Aesthetic of Inconveniance, IRBIS, Samedan) und hat 2012

eine Einzelausstellung im Espace Doll in Lausanne präsentiert.

Mit Lucie Kohler hat sie das Performanceduo Collectif Inouite gegründet und zahlreiche

Performances aufgeführt. Unter anderem haben sie in der Stadtgalerie und im Tojo Theater in

Bern, im Kaskadenkondensator in Basel, im Lokal-int in Biel und in der Ferme de la Chapelle

in Lancy (Genf) performt. Seit Februar 2011 ist sie im Team vom Kaskadenkondensator (Raum

für aktuelle Kunst und Performance).

www.annanitchaeff.com

 

 

Rebecca Weingartner (*1981) studierte zeitgenössischen Tanz an der Tanztheaterschule in

Zürich und an der Artez Dance Academy Arnhem in Holland. In Amsterdam bildete sie sich an

der Hochschule der Künste in Physical Theatre weiter. Sie arbeitete mit Choreografen wie

Tabea Martin, Anouk van Dijk, Cie.7273, Christine Gaigg, Anna Röthlisberger. In der Spielzeit

2011/12 war sie im Ensemble der Tanzkompagnie am Theater St. Gallen unter der Leitung

von Marco Santi. Gemeinsam mit dem welschen Schauspieler Léonard Bertholet erarbeitete sie

2012 ihr erstes abendfüllende Stück The best is yet to come, das am Theater Roxy in Basel gezeigt

wurde. Ihr jüngstes Stück, das Solo Hope Instruction, entwickelte sie gemeinsam mit

dem französischen Choreografen und Soziologen Pierre Sorignet, welches im Theater Roxy

Birsfelden, im Tanzhaus Zürich und in der Dampfzentrale Bern zu sehen war. Regelmässige

Zusammenarbeit mit Martin Schick für Agglorobics, zuletzt bei Zürich tanzt 2016.

www.rebeccaweingartner.com

 
Credits

VON UND MIT:
Jonas Gillmann, Sandra Kirchhofer, Anna Nitchaeff, Rebecca Weingartner, Ana Castaño Almendral und Menschen aus den UPK

KOPRODUKTION:
wildwuchs Festival, Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel