Heteronomous Male & My Body, Your Pleasure

Micheal Turinsky (AT) Doppelabend

Tanz

Kaserne Basel Rossstall
Tickets kaufen

* anschl. Publikumsgespräch

Michael Turinsky ist Tänzer und Choreograf. Er führt also Regie bei Tanzproduktionen. Das Besondere an ihm ist aber nicht nur, dass er beides kann. Er ist ein erfolgreicher Tänzer, obwohl er eine Krankheit hat. Die Krankheit heisst Cerebralparese. Das ist eine Bewegungsstörung. Michael hat wegen ihr oft Krämpfe. Trotzdem tanzt er.

 

Bei uns ist er mit zwei Stücken zu sehen. Eines heisst ‹heteronomous male›. Das heisst ‹fremdbestimmter Mann›. Hier geht es um Männlichkeit. Manchmal fühlt sich der Mann in diesem Stück wie ein Kind. Sein eigener Körper lässt ihn nicht in Ruhe. Es geht also unter anderem um die Frage: was macht eine Behinderung mit einem Menschen? Wie frei ist jemand, dessen Körper nicht problemlos funktioniert? Hier tanzt Michael alleine.

 

Seine 2. Produktion heisst ‹my body, your pleasure› – auf Deutsch: ‹mein Körper, deine Lust›. Hier steht Michael mit anderen Tanzenden auf der Bühne. Sie tanzen gemeinsam zu Rap und Techno. Die Idee ist: man kann alles miteinander verbinden, wenn man will.


DAUER10MINUTE(MIPAUSE)


I
N ENGLISCH UND DEUTSCH

MIT DEUTSCHER ÜBERTITELUNG

Bio

Michael Turinsky erhielt eine Ausbildung zum Magister der Philosophie an der Universität Wien. Er lebt und arbeitet als Theoretiker, Choreograph und Performer in Wien. Teil seines Bildungsweges im Tanzbereich war eine Reihe von international anerkannten Dozenten, u.a. Adam Benjamin, Fabiana Pastorini, Barbara Kraus, Corinna Mindt, Philipp Gehmacher, Keith Hennessy, Miguel Gutierrez.

Als Performer war er u.a. tätig in Produktionen von Bert Gstettner (“S*Cargo“, “Soliman*Revisited”, “Tanz*Hotel All*Inclusive”), Barbara Kraus (“Fuck all that shit“), Legitimate Bodies/Robin Dingemans/Mick Bryson (“The point at which it last made sense”) und Doris Uhlich ("Ravemachine"). Seine Laufbahn als Choreograph startete er 2008. International getourt wurden “heteronomous male”, ein Stück zu Fremdbestimmung und Männlichkeit, welches u.a. im Rahmen vom Antistatic Festival in Bulgarien, aber auch in Genf, Wien und Salzburg gezeigt wurde, sowie “my body, your pleasure”, über Lust und Behinderung, welches im HAU (Hebbel am Ufer) in Berlin aufgeführt wurde.


Zu seinen Veröffentlichungen zählen Artikel in fachspezifischen Zeitschriften, wie “Strauchelnde Gesten. Zu einer politischen Ontologie inklusiven Tanzes“, in: gift. zeitschrift für freies theater, 02/2010, S. 50 – 55, oder “Das abscheuliche Genießen. Lacanianische Reflexionen über den Umgang mit Behinderung, Liebe und Sexualität“, in: Behinderte in Familie, Schule und Gesellschaft, 2/2003, S. 14 – 29. Als Vortragender erschien er unter anderem im Rahmen von Ringvorlesungen an der Universität Linz und Universität Salzburg. Am Tanzquartier Wien hielt er einen Vortrag im Rahmen von “Swaying – non-aligned bodies and contemporary performance” 2015.

 
Credits

HETERONOMOUS MALE›:

CHOREOGRAFIE, TANZ, BÜHNE, TEXT:
Michael Turinsky

MUSIK:
Ben Frost

KOSTÜM:
Devi Saha

PRODUKTION:
Elisabeth Drucker

KONZEPT / CHOREOGRAFISCHE LEITUNG:
Michael Turinsky

LICHT:
Andreas Lendais

PRODUKTIONSASSISTENZ:
Paula Galimany

GASTSPIELPRODUKTION:
Angela Vadori


GEFÖRDERT DURCH:
INTPA – Internationales  Netz für Tanz und Performance Austria, IntegrART – ein Netzwerkprojekt  des Migros- Kulturprozent

 

 

 

MY BODY, YOUR PLEASURE›:

CHOREOGRAFIE / PERFORMANCE:
Alja Ferjan, Leon Maric, Mzamo Nondlwana, Manaho Shimokawa, Michael Turinsky

BÜHNE:
Lena Winkler- Hermaden, Jenny Schleif 

KOSTÜM:
Hanna Hollmann

LICHT:
Andreas Lendais 

PRODUKTIONSASSISTENZ:
Paula Galimany

GASTSPIELPRODUKTION:
Angela Vadori 


GEFÖRDERT DURCH:
IntegrART – ein Netzwerkprojekt des Migros- Kulturprozent